Das Haftungsrisiko von Geschäftsführern, Vorständen und Aufsichtsräten hat sich fundamental verändert. Nicht, weil Manager schlechter entscheiden – sondern weil sie heute unter völlig anderen Rahmenbedingungen entscheiden.
Politische und geopolitische Positionen ändern sich rasant. Sanktionen werden ausgeweitet oder verschärft, regulatorische Erwartungen verschoben, Narrative kippen. Entscheidungen, die gestern noch sachgerecht waren, stehen heute unter Rechtfertigungsdruck – und morgen möglicherweise unter Ermittlungsverdacht.
Was früher vor allem unternehmerisches Risiko war, wird zunehmend persönliches Risiko.
Haftung entsteht heute nicht durch „falsche Entscheidungen“, sondern durch Organisation
Ein immer wiederkehrendes Muster in der Praxis:
Die Vorwürfe gegen Manager lauten selten „Sie haben falsch entschieden“.
Sie lauten vielmehr:
- unzureichende Organisation,
- unzureichende Kontrolle,
- unzureichende Reaktion.
Gerade in politisch und geopolitisch volatilen Zeiten entstehen Risiken weniger aus einzelnen Maßnahmen als aus der Frage, ob Unternehmen und Management hinreichend vorbereitet, abgesichert und strukturiert waren.
Und genau hier verschiebt sich die Haftung vom Unternehmen hin zur handelnden Person.
Wenn das Unternehmen haftet – und der Manager trotzdem zahlt
Juristisch gilt weiterhin: Primär haftet das Unternehmen bei Drittansprüchen.
In der Realität erleben wir jedoch immer häufiger Situationen, in denen:
- Ansprüche direkt gegen Organpersonen geltend gemacht werden,
- Freistellungen rechtlich oder wirtschaftlich nicht greifen,
- Persönliche Eigenanteile am Schaden vom Manager gefordert werden,
- oder Unternehmen selbst unter Druck stehen (Krise, Insolvenz, politische Reputationsthemen).
Wer dann nicht sauber vorgesorgt hat, steht sehr schnell mit privatem Vermögen, Reputation und persönlicher Handlungsfreiheit im Fokus.
Eine moderne Absicherung darf deshalb nicht bei der klassischen Unternehmens D&O enden.
Absicherung neu denken – der hendricks Ansatz
Bei hendricks betrachten wir Managerhaftung nicht als Einzelprodukt, sondern als Deckungsarchitektur.
Gerade in politisch sensiblen Lagen braucht es mehrere, sauber aufeinander abgestimmte Bausteine.
Unternehmens und persönliche D&O
Das Fundament – aber differenziert gedacht
Die D&O Versicherung bleibt der Kern jeder Managerabsicherung. Entscheidend ist heute jedoch die Struktur.
- Die Unternehmens‑D&O schützt die Bilanz des Unternehmens bei Pflichtverletzungen, Organisations- und Aufsichtsvorwürfen.
- Die persönliche D&O (Side A) schützt Manager dort, wo die Unternehmens D&O nicht greift, die Deckungssumme verbraucht ist oder der Eigenanteil eingefordert wird.
Gerade geopolitische Konflikte, Sanktionsfragen und regulatorische Kurswechsel haben dazu geführt, dass die persönliche D&O heute noch deutlicher an Bedeutung gewinnt.
D&O ist damit nicht mehr nur Unternehmensschutz – sondern private Existenzsicherung für Entscheidungsträger.
Strafrechtsschutzversicherung
Wenn aus Haftung ein Verfahren wird
Ein oft unterschätzter Punkt:
Die eigentliche Belastung für Manager beginnt häufig lange vor einer möglichen Verurteilung.
Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, Vernehmungen – all das passiert heute schneller und offensiver als früher, insbesondere in politisch aufgeladenen Kontexten.
Die Strafrechtsschutzversicherung sorgt dafür, dass:
- Top Strafverteidiger sofort mandatiert werden können,
- persönliche Liquidität geschützt bleibt,
- und Manager handlungsfähig und verteidigungsfähig bleiben.
Für uns ist Strafrechtsschutz kein Beiwerk, sondern ein zentrales persönliches Schutzinstrument für Führungskräfte.
Vertrauensschadenversicherung
Interne Risiken, externe Haftung
Politischer und wirtschaftlicher Druck erhöht auch das Risiko interner Delikte:
- Umgehungsvorwürfe,
- Betrug,
- Untreue,
- Compliance Verstöße durch Mitarbeitende oder Vertriebspartner.
Die Vertrauensschadenversicherung schützt das Unternehmen – und damit indirekt auch das Management – vor finanziellen Schäden und Organisationsverschuldensvorwürfen.
In vielen Schadenszenarien ist sie der erste Baustein, der greift, noch bevor Haftungsfragen abschließend geklärt sind.
Cyberversicherung
Der Trigger für persönliche Haftung
Cyberereignisse sind längst nicht mehr reine IT Themen.
Sie sind häufig der Auslöser für Management und Aufsichtsvorwürfe:
- unzureichende Prävention,
- fehlende Reaktionsfähigkeit,
- mangelhafte Krisenkommunikation.
Eine leistungsfähige Cyberversicherung deckt nicht nur Kosten, sondern sichert die operative und reputative Stabilität des Unternehmens – ein entscheidender Faktor auch für die Verteidigungsposition von Managern.
Cyber Advisory
Der Trigger für persönliche Haftung
Versicherung schützt den Schaden – Governance schützt den Manager
Der entscheidende Unterschied liegt oft vor dem Schaden.
Cyber Advisory hilft Unternehmen dabei:
- Governance Pflichten sauber zu erfüllen,
- Entscheidungs und Kontrollstrukturen nachvollziehbar zu dokumentieren,
- und im Ernstfall belegen zu können, dass Management angemessen gehandelt hat.
Das ist haftungspräventiv – und im Zweifel haftungsentscheidend.
Fazit: Absicherung ist heute Führungsaufgabe
In einer Welt politischer und geopolitischer Volatilität ist Managerhaftung:
- persönlicher,
- schneller,
- und weniger planbar als je zuvor.
Wer weitere Jahre allein auf „die D&O wird schon passen“ setzt, geht ein unnötiges persönliches Risiko ein.
Moderne Managerabsicherung bedeutet: Struktur statt Einzelpolice. Prävention statt Hoffnung. Persönlicher Schutz statt reiner Unternehmenslogik.
Genau dafür steht der Ansatz von hendricks.
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