Der deutsche M&A Markt ist zurück. Nach zwei Jahren Zurückhaltung erlebt 2025 ein deutliches Comeback:
Die Zahl der Transaktionen steigt leicht auf rund 1.230 Deals (+2 %), das Transaktionsvolumen springt jedoch massiv auf ca. 113–118 Mrd. €. Treiber sind sinkende Zinsen, stabilere politische Rahmenbedingungen – und eine bislang nicht gekannte Dominanz von Private Equity Investoren, die erstmals über 50 % aller Deals verantworten.
Was strategisch als Chance gefeiert wird, ist haftungsrechtlich ein Risikobeschleuniger – insbesondere für Geschäftsleiter und Aufsichtsgremien.
M&A als persönliches Haftungsrisiko
M&A Transaktionen bündeln in kurzer Zeit eine Vielzahl klassischer Haftungstatbestände:
Gerade Large Cap Deals und PE Transaktionen stehen unter erhöhter Beobachtung durch Investoren, Insolvenzverwalter, Käufer – und zunehmend auch Gerichte.
Wie relevant sind M&A Transaktionen für D&O Schäden wirklich?
Eine der zentralen Fragen aus Sicht von Organen lautet:
Wie häufig entstehen D&O Schäden tatsächlich im Zusammenhang mit M&A?
Die Antwort aus Markt und Schadenanalysen internationaler Versicherer ist bemerkenswert eindeutig – auch wenn sie bewusst als Bandbreite formuliert werden muss:
Zwischen 20 % und 30 % aller größeren D&O Schäden stehen heute in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit M&A Transaktionen.
Diese Einschätzung basiert auf:
- Schadenanalysen führender D&O Versicherer und Spezialversicherungsmakler wie hendricks
- der Einordnung sogenannter „event driven claims“, zu denen M&A explizit gezählt wird
Allianz Commercial stellt in seinem D&O Insurance Insights Report 2026 klar fest, dass nicht bilanzielle, ereignisgetriebene Klagen – insbesondere M&A bezogene Vorwürfe – inzwischen zu den dominierenden Schadenursachen zählen.
Auch andere internationale Makler wie Howden, Marsh und WTW weisen darauf hin, dass M&A Transaktionen einer der häufigsten Auslöser für sogenannte Straddle Claims (Schäden, die Vor /Nach Transaktion passieren) sind – also genau jene Schadenfälle, die regelmäßig zu Deckungslücken und Streit mit Versicherern führen.
Warum steigt das Risiko gerade jetzt?
Mehrere Trends verstärken die Haftungslage 2025 zusätzlich:
Private Equity als dominanter Käufer
PE Investoren agieren schneller, strukturierter und konsequenter bei der Durchsetzung von Ansprüchen – auch gegen ehemalige Organmitglieder.
Größere Deals, höhere Erwartungen
Das deutlich gestiegene durchschnittliche Transaktionsvolumen erhöht automatisch das Schadenpotenzial – wirtschaftlich wie haftungsrechtlich.
Cash Finanzierung
Rund 70 % der Deals werden bar finanziert, was den Rechtfertigungsdruck auf Bewertung und Entscheidungsgrundlagen erhöht.
Technologie & KI
Fehleinschätzungen bei Tech Targets und KI Use Cases gehören laut Versicherern inzwischen zu den am schnellsten wachsenden Auslösern von Organhaftung.
D&O: Absicherung oder trügerische Sicherheit?
Gerade im M&A Kontext zeigt sich immer wieder:
Die Folge: Deckungslücken genau dort, wo das Risiko am höchsten ist.
Fazit
M&A ist kein rein strategisches Thema – sondern ein persönliches, deshalb ist spezialisierte Beratung im M&A Kontext entscheidend
Gerade bei komplexen M&A Transaktionen zeigt sich immer wieder:
Standardlösungen reichen nicht aus, wenn es um den Schutz persönlicher Haftungsrisiken von Vorständen, Geschäftsführern und Aufsichtsräten geht.
hendricks ist als Spezialmakler für Financial Lines seit Jahren genau an dieser Schnittstelle aktiv – dort, wo Transaktionsdynamik, Organhaftung und Versicherungsdeckungen aufeinandertreffen.
Wir begleiten M&A Prozesse transaktionsnah, unabhängig und mit einem klaren Fokus auf:
Unser Anspruch ist nicht der reine Versicherungseinkauf, sondern echte Haftungsprävention für Organe – damit unternehmerische Entscheidungen nicht Jahre später zur persönlichen Belastung werden.
Der M&A Boom 2025 ist real.
Ebenso real ist aber: Ein signifikanter Teil der schwersten D&O Schäden entsteht genau in diesem Umfeld.
Für Organe bedeutet das:
Wer M&A entscheidet, haftet persönlich – oft Jahre nach Closing.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob D&O Risiken bestehen, sondern wie professionell sie im Transaktionsprozess adressiert werden.
M&A ist Strategie.
D&O ist persönlicher Schutz.
Beides gehört zusammen.
Leitsatz
Wer Transaktionen verantwortet, sollte seine persönliche Haftung nicht dem Zufall überlassen.
Pressekontakt
Team hendricks
hendricks GmbH
Georg-Glock-Straße 8
40474 Düsseldorf
T +49 (0) 211 940 83 – 53
F +49 (0) 211 940 83 – 83












